Antifaschismus: Gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Art von (Neo-)Faschismus
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Das Holocaust-Mahnmal und wir Eine Ausstellung Wageninger Künstler im Rathaus Walldorf | 23. März bis 10. April 2015 Eröffnung der Ausstellung im Rathaus Walldorf Das Foyer im Walldorfer Rathaus war gut gefüllt. Es gibt doch ein ziemliches Interesse daran, wie zwei niederländische Künstler aus der Partnerstadt Wageningen ihre Eindrücke über einen Besuch des Holocaust-Mahnmals in Berlin verarbeitet haben. Und es waren nicht nur die Künstler, Salman Ezzamoury (Fotokünstler und Grafiker) und Laurens van der Zee (Dichter und Musiker), die aus Wageningen angereist waren, auch der Bürgermeister der Stadt Wageningen, Geerd van Rumund (PvdA) ließ es sich nehmen, eigens zur Vernissage anzureisen. Anneke Rot, ebenfalls aus Wageningen, begleitete die Vernissage auf ihrem Akkordeon musikalisch. Eröffnet wurde die Ausstellung durch Bürgermeister Becker und seinen Wageninger Kollegen, Geerd van Rumund. Die Künstler standen anschließend zu Erklärungen und Gesprächen bereit. Übrigens, Alfred J. Arndt (ehrenamtlicher Stadtrat für die DKP/LL) ist es zu einem Gutteil zu verdanken, dass diese Ausstellung in unserer Stadt zu sehen ist. Erst hat er die Wageninger Künstler und Politiker überzeugt, es zu wagen, ihre Exponate in Mörfelden-Walldorf zu präsentieren, dann hat er die hiesige Verwaltung ermutigt, der Ausstellung Raum im Rathaus zu geben. Nicht genug, hat er auch noch einen erheblichen Teil der Übersetzungsarbeit ins Deutsche geleistet. Sein Engagement wurde dann auch entsprechend gewürdigt, von den Künstlern sowieso, aber auch von den beiden Bürgermeistern. Dass es dann auch noch gelungen ist, die Ausstellung just zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus der beiden Stadtteile durch die US-Army zu zeigen, zeugt von Gespür für dieses historische Ereignis. Es lohnt sich, die Ausstellung anzuschauen. | 21. März bis 10. April 2015 Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Zentrum Berlins ist die zentrale Holocaustgedenkstätte Deutschlands, ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust. Das zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz gelegene Denkmal besteht aus dem von Peter Eisenman entworfenen Stelenfeld und dem unterirdisch gelegenen Ort der Information. Es gab ein langjähriges Ringen um die Gedenkstätte: Ursprünglich wurde von einer Initiative 1989 vorgeschlagen, das Mahnmal auf dem ehemaligen Gestapo- Gelände als „Mahnmal des sichtbaren Bekenntnis zur Tat“ zu errichten; man einigte sich schließlich auf die „Ministergärten“ nördlich des Reichstags als Standort. Nach internationalen Ausschreibungen verhinderte der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl 1995 die Realisierung des Ergebnisses der ersten Ausschreibung; 1999 entschied sich der Bundestag für das Stelenfeld des Architekten Peter Eisenmann; im Mai 2005 wurde die Gedenkstätte endlich eröffnet. Da macht sich nun eine Künstlergruppe aus Wageningen zu einem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte nach Berlin auf. Wie die Künstler den Eindruck dieses Besuchs aufgenommen und künstlerisch verarbeitet haben, kann man vom 21. März bis einschließlich 10. April 2015 im Foyer (1. OG) des Rathauses Walldorf besichtigen. Die niederländische Sicht auf das Mahnmal wird vorgestellt von Salman Ezzamoury (Fotokünstler und Grafiker) und Laurens van der Zee (Dichter und Musiker). Die Ausstellung besteht aus bearbeiteten Fotografien und Grafiken des Mahnmals und Gedichten. Ein Video mit einer Kamerafahrt durch das Mahnmal, begleitet von einer eindringlichen Hintergrundmusik und der Rezitation der Gedichte rundet die Ausstellung ab. Alle Texte wurden in die Deutsche Sprache übersetzt. „Mein Besuch am Holocaust-Mahnmal hat mich sehr beeindruckt. Ich konnte die schrecklichen, unmenschlichen Handlungen nachempfinden. Diese Erfahrung möchte ich mit anderen teilen, um so an einer toleranteren und respektvolleren Gesellschaft zu arbeiten”, erklärt der Fotograf und bildende Künstler Salman Ezzammoury. Er bat den Musiker und Stadtdichter von Wageningen, Laurens van der Zee, diese Botschaft mit Gedichten zu bereichern. In seinen Versen betrachtet van der Zee einfühlsam die Ausstrahlung des Monuments aus verschiedenen Gesichtspunkten und schließt auch die Sicht der Besucher von heute ein. Die Ausstellung „Das Holocaust-Mahnmal und wir” wurde am Samstag, 21. März 2015 mit einer Vernissage eröffnet.
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